Die 10 DGE Regeln

Die 10 DGE-Regeln – einfach erklärt

Regel 1: Lebensmittelvielfalt genießen

Die Basis einer ausgewogenen Ernährung ist Abwechslung. Kein einzelnes Lebensmittel enthält alle notwendigen Nährstoffe. Durch die Variation zwischen verschiedenen Lebensmittelgruppen wird die Versorgung mit Vitaminen, Mineralstoffen und anderen wichtigen Substanzen sichergestellt.

Praktisches Beispiel: Wechseln Sie zwischen roten, orangefarbenen und grünen Gemüsesorten, verschiedenen Getreidearten und unterschiedlichen Eiweißquellen.

Regel 2: Vollkorn wählen

Vollkornprodukte behalten alle Teile des Getreidekorns – Schale, Keimling und Mehlkörper. Dadurch enthalten sie mehr Ballaststoffe, Vitamine und Mineralstoffe. Ballaststoffe fördern die Verdauung und tragen zu einem länger anhaltenden Sättigungsgefühl bei.

Praktisches Beispiel: Ersetzen Sie weißes Brot schrittweise durch Vollkornbrot, nutzen Sie Haferflocken statt normale Cornflakes, und wählen Sie Vollkornreis anstelle von weißem Reis.

Regel 3: Mit Pflanzenölen, Nüssen und Samen sparen

Pflanzliche Fette enthalten wertvolle ungesättigte Fettsäuren und Vitamine. Die richtige Menge ist ausschlaggebend. Trotz ihrer Wertigkeit sollten Öle, Nüsse und Samen in maßvollen Mengen konsumiert werden, da sie energiereich sind.

Praktisches Beispiel: Verwenden Sie Rapsöl oder Olivenöl zum Kochen und für Salatdressings. Eine Handvoll Nüsse als Snack ist ausreichend. Leinsamen können Speisen bereichern.

Regel 4: Tierische Lebensmittel in Maßen

Milch, Käse, Yoghurt, Fisch, Fleisch und Eier liefern hochwertige Proteine, Calcium und Vitamine. Doch auch diese sollten in ausgewogenen Mengen konsumiert werden. Zu häufiger Fleischkonsum wird mit verschiedenen gesundheitlichen Fragen verbunden.

Praktisches Beispiel: Genießen Sie täglich Milchprodukte in moderaten Mengen (Jogurt, Käse, Milch), begrenzen Sie Fleisch auf 2–3 Portionen pro Woche, und essen Sie mindestens einmal pro Woche Fisch.

Regel 5: Zucker und Salz reduzieren

Ein hoher Zucker- und Salzkonsum ist in modernen Gesellschaften Normalität, wird aber mit verschiedenen gesundheitlichen Fragen verbunden. Eine Reduktion trägt zu einem besseren Wohlbefinden bei.

Praktisches Beispiel: Meiden Sie zuckerhaltige Getränke, süßen Sie Speisen mit weniger Zucker, verwenden Sie Kräuter und Gewürze statt Salz, und lesen Sie Etiketten von Fertigprodukten, um versteckte Zucker und Salz zu identifizieren.

Regel 6: Am besten Wasser trinken

Wasser ist das beste Getränk für den menschlichen Körper. Es versorgt ihn mit Flüssigkeit ohne zusätzliche Kalorien, Zucker oder andere Zusätze. Ein ausreichend hoher Wasserkonsum ist grundlegend für viele Körperfunktionen.

Praktisches Beispiel: Trinken Sie täglich 1,5–2 Liter Wasser. Ungesüßte Tees sind ebenfalls geeignet. Ersetzen Sie Limonaden und gezuckerte Säfte durch Wasser.

Regel 7: Maßvoll essen

Die Menge der konsumierten Lebensmittel ist ebenso wichtig wie die Auswahl. Eine bewusste Portionskontrolle und das Erkennen von Sättigungssignalen des Körpers sind Schlüssel zu einer ausgewogenen Ernährung.

Praktisches Beispiel: Bedienen Sie sich kleinerer Portionen, essen Sie langsam und bewusst, und hören Sie auf zu essen, wenn Sie satt sind – nicht wenn der Teller leer ist.

Regel 8: Regionales und Saisonales bevorzugen

Regional und saisonal erzeugte Lebensmittel haben oft kürzere Transportwege, weniger Lagerung und sind daher fresher. Sie unterstützen auch lokale Produzenten und Nachhaltigkeit.

Praktisches Beispiel: Kaufen Sie auf dem Wochenmarkt ein, wo Sie direkt mit Produzenten sprechen können. Im Sommer: Beeren, Salate. Im Herbst: Äpfel, Kohl, Kartoffeln.

Regel 9: Lebensmittel schonend zubereiten

Die Zubereitungsmethode beeinflusst den Nährstoffgehalt. Kurze Garzeiten, mäßige Temperaturen und nur notwendige Mengen Flüssigkeit bewahren Vitamine und Mineralstoffe.

Praktisches Beispiel: Dünsten Sie Gemüse statt es zu kochen, nutzen Sie Dampfgarer, grillen oder braten Sie in der Pfanne statt zu frittieren. Verwenden Sie Wasser und Brühe statt Fett in großen Mengen.

Regel 10: Genuss und Bewegung gehören zusammen

Eine ausgewogene Ernährung ist nur ein Aspekt eines gesunden Lebensstils. Regelmäßige körperliche Aktivität, ausreichend Schlaf und Stressabbau sind ebenso wichtig. Zudem sollte Essen ein Genuss sein – nicht Stress oder Belastung.

Praktisches Beispiel: Genießen Sie Ihre Mahlzeiten bewusst, schaffen Sie Ruhe beim Essen, bewegen Sie sich täglich und pflegen Sie ein positives Verhältnis zu Lebensmitteln.

Hinweis: Die Inhalte dieser Website dienen ausschließlich Informationszwecken. Sie ersetzen weder eine individuelle Ernährungsberatung noch medizinischen Rat. Jeder Mensch hat unterschiedliche Lebensumstände, Vorlieben und Möglichkeiten. Die DGE-Empfehlungen sind allgemeine Orientierungshilfen.

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